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Huf-Stabil®

(1) Huf-Stabil
Huf-Stabil®


Eine kurze Anatomie des Hufes: Das Hufbein ist der zentrale Knochen des Hufes. Es ist fest mit den Lederhäuten verbunden, die ihrerseits das Hufhorn bilden. Man unterscheidet fünf Lederhäute, die jeweils verschiedene Hornbereiche aufbauen (siehe Abb).

Die Wandlederhaut (1) verbindet das Hufbein mit dem Horn.
Die Kronlederhaut (2) am Kronrand ist der produktivste Hornbildner.
Die Saumlederhaut (3) versorgt den Übergangsbereich vom Haar zum Horn.
Die Sohlenlederhaut (4) baut das Horn der Sohle auf.
Die Strahllederhaut (5) bildet den weichen Strahl.



Wie ein Schutzpanzer umgibt das tote Hornmaterial die stark durchbluteten und mit Nerven durchzogenen Gewebe der Lederhäute. Es liegt auf der Hand, dass mechanische Verletzungen des Horns bei entsprechender Tiefe auch die Lederhäute in Gefahr bringen. Die Sohlenfläche ist besonders empfindlich, da hier die Wandlederhaut von oben kommend mündet (weiße Linie) und Sohlen- und Strahllederhaut nur wenig und weiches Hornmaterial produzieren.

Krankheitserreger Bakterien: Risse und Spalten in der Hufsubstanz wären belanglos, würden sie nicht hervorragende Lebensräume für krankheitserregende Bakterien darstellen. Spezielle Hornfresser zersetzen den Huf, besonders das jüngere, weichere Horn. Dort erst einmal angekommen, ist der Weg zu den Lederhäuten nicht mehr weit. Während die Fresskanäle durch den Huf zum grössten Teil von anaeroben (= ohne Sauerstoff lebenden) Fäulniserregern gegraben werden, finden sich im Blutbereich der Häute aerobe (= nur mit Sauerstoff lebensfähige) Bakterien wohl. Zur Abwehr greifen weisse Blutkörperchen an, sterben ab und bilden den Druckschmerz auslösenden Eiter. Meist wird der Pferdehalter erst jetzt auf die Verletzung des Hufes aufmerksam, weil das Pferd lahmt und kränkelt. Die vorbeugenden Maßnahmen einer besonders sorgfältigen Hufpflege und Stallhygiene sind jetzt zur Behebung der Mängel allein zu schwach.

Sanierung: Herkömmliches Fett verstopft die Risse und Spalten des Hufhorns nur mechanisch und verbessert damit die Lebensbedingungen für anaerobe Fäulniserreger. Huf-Stabil® hingegen bildet eine Membran, die zwar Sauerstoff hindurchlässt, Eindringlinge aber aufgrund seiner antibakteriellen Inhaltsstoffe abwehrt. Im Innenbereich erreichen die keimtötenden Gase der ätherischen Substanzen auch die entferntesten Winkel.

Regeneration: Hier liegt die eigentliche Stärke von Huf-Stabil®. Einsatzort ist der Kronrand, Wirkungs ziel ist die Stärkung des Hornbildners Kronlederhaut. Das nachwachsende Hufmaterial ist strukturell stabiler und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Der neue Huf ist glatter und härter, lässt Risse und Spalten als Vorbereiter für bakteriellen Befall schwieriger entstehen. Schon der erste neue Zentimeter nach ca. 4-6 Wochen regelmässiger Einreibung des Kronrands, lässt die neue Struktur an einer kräftigeren Durchfärbung der Hornsubstanz gut erkennen.

Anwendung: Jeden 2. bis 3. Tag dünn den Kronenrand mit Huf-Stabil® eincremen. Bei Problemen im Strahlbereich Huf-Stabil® zusätzlich in die mittleren und seitlichen Strahlfurchen einarbeiten.

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